Kontaktpersonenprogramm

21199526_1702829083081065_1819088204504115340_oAllgemeines: 

Eine Kontaktperson zu werden bedeutet, dass wir euch (einen Geflüchteten und einen „Alt-“ Wuppertaler) in einem Kontaktteam zusammenbringen. Was das genau umfasst, was ihr unternehmt, ob es euch nur um Freundschaft geht oder um Unterstützung bei Wohnungssuche oder Terminen (zum Beispiel, wenn es mit der Sprache noch nicht so gut klappt), kommt komplett darauf an, worauf ihr Lust habt.

Wie viel Zeit nimmt das in Anspruch? 

Wir werden oft gefragt, was eine Kontaktperson denn leisten muss oder wie viel Zeit diese Tätigkeit in Anspruch nimmt. Deshalb direkt vorab: all das entscheidet ihr selbst.

In einem ersten, unverbindlichen Gespräch erzählen wir euch mehr über das Projekt und hören uns an, was ihr euch unter der Tätigkeit als Kontaktperson vorstellt, was ihr davon erwartet, wie viel Zeit ihr habt, einbringen wollt und könnt. Eine unserer Aufgaben ist, darauf zu achten, dass niemand – egal ob Geflüchteter oder Wuppertaler – von der Begegnung im Team überfordert ist, sich unwohl fühlt oder dem anderen zuliebe Dinge tut, die er nicht möchte. Deshalb bringen wir auch nur Leute zusammen, die sich unter dem Kontakt im Team in etwa das Gleiche vorstellen.

Was muss eine Kontaktperson mitbringen?

Lust und Bereitschaft, einen anderen Menschen kennenzulernen ist fürs Erste die Grundvoraussetzung, eine Kontaktperson zu werden. Darüber hinaus ist es wichtig, zuverlässig zu sein, seine Bedürfnisse und Fragen klar zu äußern und offen für Neues zu sein. Außerdem müssen die Teams ihren Kontakt zueinander selbständig gestalten. Wir bringen euch zusammen – was ihr dann unternehmt, liegt bei euch. Bevor wir euch vermitteln, wird das aber alles nochmal in Ruhe besprochen.

Wie werde ich Kontaktperson?

Ihr könnt entweder einfach Donnerstags zwischen 16:00 und 19:00 Uhr in unsere offene Sprechstunde in der Friedrichstraße 2 kommen, und euch informieren. Sollte euch das zeitlich nicht möglich sein, könnt ihr gerne entweder telefonisch oder per E-Mail einen Termin mit uns vereinbaren.

Der konkrete Ablauf: 

Wenn ihr euch für die Tätigkeit als Kontaktperson entscheidet, führen wir mit euch ein Erstgespräch. Im Erstgespräch könnt ihr uns einfach ein bisschen zu euerer Person erzählen und uns sagen, was eure zeitlichen Möglichkeiten sind und was ihr euch unter dem Kontakt vorstellt, damit wir einen passenden Partner für euch finden können.

Wir nehmen euch in unsere Kontaktpersonenkartei auf. Das bedeutet, dass wir uns bei euch melden, sobald wir einen Partner gefunden haben, dessen Interessen und Erwartungen sich in etwa mit den euren, bzw. euren zeitlichen Möglichkeiten decken.

In diesem Fall kommt es zum Matching-Gespräch, bei dem ihr und euer Partner anwesend seid (und ggf. auch die/der betreuende/r Sozialarbeiter/in der/des Geflüchteten, denn manchmal treten Geflüchtete über ihre Sozialarbeiter mit uns in Kontakt) und ihr euch einander vorstellen könnt. Je nachdem, wen wir vermitteln findet das Gespräch entweder bei uns im Büro statt, oder wir treffen uns locker in einem Café oder wo auch immer ihr Lust habt mit euch.

Ihr und euer Partner habt eine Woche Zeit um euch zu überlegen, ob ihr euch weiter kennen lernen wollt. Wenn ihr uns beide das OK gebt, könnt ihr loslegen.

→ Es ist auch möglich, ein Tandem zu bilden und im Team als Kontaktperson zu fungieren – das ist euch überlassen. 

Während dieses ganzen Prozesses – davor, danach und vor allem währenddessen – stehen wir euch als Ansprechpartner zur Verfügung. Sollten wir euch mal nicht weiterhelfen können, könnt ihr euch auch an die zuständigen Sozialarbeiter oder unsere Kooperationspartnerin des Ressorts für Integration und Zuwanderung wenden.

Wie unterstützen wir unsere Kontaktpersonen?

Wenn es soweit ist, euer Partner und ihr euch kennengelernt habt und in Kontakt zueinander steht, bedeutet das nicht, dass ihr jetzt auf euch gestellt seid.

Wir bieten euch folgendes an, um euch zu unterstützen:

  • Regelmäßige Unternehmungscafés für alle Kontaktteams – um Ideen austauschen und um noch mehr Menschen kennen zu lernen. Diese Veranstaltungen sind nicht nur für bereits im Team vermittelte Menschen, sondern offen für alle Interessierten. Details hierzu findet ihr unter „Veranstaltungen“.
  • Offene Ohren für alle Belange – Ihr habt noch Fragen? Es gibt Schwierigkeiten zwischen euch und eurem Partner? Es gibt Dinge, die ihr nicht versteht oder die euch verunsichern? Jedes Team bekommt nach der Vermittlung einen Ansprechpartner im Verein, bei dem ihr euch jederzeit melden könnt. Wir sind für euch erreichbar und setzen uns gerne mit euch zusammen!
  • Fortbildungen / Vorträge für alle Beteiligten und Interessierte – z.B. zu Themen wie psychosoziale Aspekte und Traumata oder rechtlichen und politischen Grundlagen
  • Austauschrunden bei denen sich alle im Team vermittelten kennenlernen und darüber austauschen können, welche Erfahrungen sie in ihrem Team gemacht haben, was gut läuft und was nicht und wo noch Bedarf für Unterstützung durch Hand in Hand besteht.
  • Gelegentliche Angebote für gemeinsame Unternehmungen